Said Nursi (Bediüzzaman) – Chronologie eines bewegten Lebens (1878–1960)

Wanderer mit Stab auf einem Bergpfad über Dampfzug, Festung, See und Stadt mit Moschee bei Sonnenaufgang

Diese chronologische Übersicht gibt einen Einblick in das Leben von Said Nursi (Bediüzzaman). Sie erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Das Leben von Said Nursi umspannt mehr als acht Jahrzehnte und reicht vom späten Osmanischen Reich bis in die junge Türkische Republik. Es führte ihn von den Medresen Ostanatoliens nach Istanbul, an die Fronten des Ersten Weltkriegs, in russische Kriegsgefangenschaft und schließlich durch jahrzehntelange Verbannung, Prozesse und Haft. Die folgende Chronologie zeichnet die wichtigsten Stationen von seiner Geburt 1878 bis zu seinem Tod 1960 nach.

1878–1923: Kindheit, Jugend, Bildungsjahre, Erster Weltkrieg

  • 1878 (Alter 0): Geburt im Dorf Nurs, Bezirk Hizan, Provinz Bitlis.
  • 1885 (Alter 7): Beginn der ersten Schulbildung; kurz an der Tağ-Dorf-Medrese, dann Rückkehr ins Heimatdorf.
  • 1886 (Alter 8): Beginn des Erlernens der arabischen Grammatik.
  • 1891 (Alter 13): Gang nach Doğubayazıt zum eigentlichen Studium; Traum vom Propheten Muhammad (s.a.w.); bekannt als „Berühmter Molla Said“ (Molla Said-i Meşhur).
  • 1892 (Alter 14): Verleihung des Titels „Bediüzzaman“ („Wunder der Zeit“ bzw. „Einzigartiger seiner Zeit“); kurze Rückkehr nach Bitlis, Unterricht bei Şeyh Emin Efendi; danach kurzer Besuch in Siirt bei Molla Fethullah Efendi (Prüfung, die ihm den Beinamen einbrachte).
  • 1893 (Alter 15): Rückzug in die Einsamkeit (İnziva) in Tillo, Provinz Siirt; äußert Ansichten zur Republik.
  • 1894 (Alter 16): Aufenthalt in Cizre, Nusaybin und Mardin.
  • 1895 (Alter 17): Verbannung aus Mardin nach Bitlis; dort auf Einladung von Vali Ömer Paşa ca. 2 Jahre wohnhaft (1895–1897).
  • 1896/97 (Alter 18–19): Gang nach Van; zunächst bei Vali Hasan Paşa.
  • 1897 (Alter 19): Ab dessen Nachfolger Tahir Paşa intensive Beschäftigung mit modernen Wissenschaften – Beginn des 1. langen Van-Aufenthalts (1897–1907, ca. 10 Jahre).
  • 1898 (Alter 20): Sturz von den Felsen der Festung Van.
  • 1899 (Alter 21): Projekt „Câmiü’l-Ezher-i Şarkî“; Gründung der Horhor-Medrese in Van.
  • 1901 (Alter 23): Beginn der Lehrtätigkeit.
  • 1907 (Alter 29): Ende des 1. Van-Aufenthalts; erste Istanbul-Reise (Universitätsprojekt für Sultan Abdülhamid II.; Einweisung in die Toptaşı-Anstalt, kurzzeitige Festnahme).
  • 1908 (Alter 30): Befürwortung der konstitutionellen Monarchie; Rede „Hürriyete Hitap“ (Rede an die Freiheit) am 24. Juli – weiterhin in Istanbul.
  • 1909 (Alter 31): Vorfall vom 31. März; Freispruch vor dem Militärgericht – weiterhin in Istanbul.
  • 1910 (Alter 32): Rückkehr nach Van; Abfassung von „Münazarat“ (Disputationen) und „Muhakemât“ (rationale Beweisführungen).
  • 1911 (Alter 33): Predigt in Damaskus (Hutbe-i Şamiye); Begleitung der Rumelien-Reise von Sultan Reşad.
  • 1912 (Alter 34): Druck seiner Werke in Istanbul.
  • 1913 (Alter 35): Grundsteinlegung der Medresetü’z-Zehra in Van.
  • 1914 (Alter 36): Beginn von „İşârâtü’l-İ’câz“ (Die Unnachahmlichkeit des Qur’an); Teilnahme am Ersten Weltkrieg; Gründung eines Freiwilligenregiments.
  • 1915 (Alter 37): Kämpfe an den Fronten Erzurum, Pasinler, Van, Gevaş, İsparit und Bitlis.
  • 19. Februar 1916 (Alter 37/38): Verwundung und Gefangennahme durch die Russen; Beginn der Kriegsgefangenschaft in Kosturma/Kostroma (Nordrussland, an der Wolga).
  • Winter 1917/18 (Alter 39): Nach der bolschewistischen Revolution (November 1917) beginnt vermutlich die Flucht aus Kosturma – ein exaktes Datum ist nicht überliefert. Route: Kosturma → Petrograd/St. Petersburg → vermutlich Wilna/Vilnius → Warschau → Deutschland (ca. 2 Monate) → Wien → Sofia (17. Juni 1918: Passierschein vom Militärattaché).
  • 25. Juni 1918 (Alter 40): Ankunft in Istanbul per Zug – Ende der Gefangenschaft (insgesamt 2 Jahre, 4 Monate und 4 Tage seit dem 19. Februar 1916). Bericht in der Zeitung „Tanin“; Medaille von Enver Pascha; Mitglied des Dâr-ül Hikmeti’l-İslâmiye (Titel „Mahreç“, ein Ehren- bzw. Qualifikationstitel) – Beginn des 2. Istanbul-Aufenthalts (1918–1922, ca. 4 Jahre).
  • 1919 (Alter 41): Verfassung von „Rüyada Bir Hitabe“ – in Istanbul.
  • 1920 (Alter 42): „Hutuvat-ı Sitte“ gegen die britische Besatzung; Unterstützung der Kuva-yı Milliye – in Istanbul.
  • 1921 (Alter 43): Beginn der Phase des „Neuen Said“ (Yeni Said) – in Istanbul.
  • 1922 (Alter 44): Reise von Istanbul nach Ankara; Gespräche mit Mustafa Kemal Pascha; danach nochmals kurzer Istanbul-Aufenthalt.
  • 1923 (Alter 45): Heftige Auseinandersetzung mit Mustafa Kemal Pascha in Ankara; Abreise aus Ankara zur Rückkehr nach Van – Beginn des 2. Van-Aufenthalts (1923–1925, ca. 2 Jahre), Rückzugsleben.

1925–1934: Verbannung und Barla-Jahre

  • 20. Mai 1925 (Alter 47): Verbannung von Van in den Westen der Türkei nach dem Scheich-Said-Aufstand; über Istanbul nach Burdur.
  • 1926 (Alter 48): Verlegung von Burdur nach Isparta, dann über Eğridir nach Barla – Beginn des Barla-Exils (1926–1934, ca. 8 Jahre, das längste Exil).
  • 25. Februar 1927 (Alter 49): Beginn der Niederschrift von Teilen der „Sözler“ (Worte), „Mektubat“ (Briefe) und „Lem’alar“ (Lichtfunken) – des Gesamtwerks Risale-i Nur – in Barla.
  • 1928 (Alter 50): Zeit staatlicher Repression (Einparteienherrschaft, Nachwirkungen des Takrir-i Sükûn-Gesetzes).
  • 1929 (Alter 51): Zeit der Säkularisierungsreformen (bzw. „religionsfeindliche Reformpolitik“).
  • 1932–1933 (Alter 54–55): Niederschrift des Korans in Tevafuk-Form („Übereinstimmung“, „Koinzidenz“) – in Barla.
  • Ende Juli/Anfang August 1934 (Alter 56): Verlegung von Barla nach Isparta (Stadt) – ca. 6 Monate Hausarrest vor dem Eskişehir-Prozess.

Wie die Risale-i Nur in diesen und den folgenden Jahren entstand und verbreitet wurde, zeigt unsere Chronologie der Werke von Said Nursi.

1935–1949: Prozesse, Gefängnisse, Exilstationen

  • 25. April 1935 (Alter 57): Festnahme; am 8. Mai Überführung ins Gefängnis Eskişehir. Verurteilung zu 11 Monaten Haft (wegen der Abhandlung über Tesettür, die Bedeckung der Frau); Entlassung vor dem Revisionsurteil.
  • 1936 (Alter 58): Zwangswohnsitz in Kastamonu – Beginn des Kastamonu-Exils (1936–1943, ca. 7,5 Jahre); „Âyetü’l-Kübrâ“ und weitere Werke; „Kastamonu Lâhikası“.
  • 1943 (Alter 65): Festnahme, Überführung über Ankara und Isparta nach Denizli (Gefängnis) – Denizli-Haft 1943–1944, ca. 9–10 Monate.
  • 15. Juni 1944 (Alter 66): Freispruch durch das Strafgericht Denizli, Entlassung.
  • August 1944 (Alter 66): Zwangsumzug nach Emirdağ – 1. Emirdağ-Aufenthalt (Zwangsaufenthalt, 1944–1947/48).
  • 17. Januar 1948 (Alter 70): Festnahme in Emirdağ, Überstellung nach Afyon (Gefängnis) – Afyon-Haft 1948–1949, 20 Monate.
  • 6. Dezember 1948 (Alter 70): Verurteilung durch das Gericht Afyon (mit Revisionsantrag).
  • 20. September 1949 (Alter 71): Haftentlassung nach 20 Monaten.

1949–1960: Späte Jahre, letzte Istanbul-Aufenthalte, Tod

  • 20. November 1949 (Alter 71): Erneute Ankunft in Emirdağ – 2. Emirdağ-Aufenthalt (1949–1951).
  • 1950 (Alter 72): Beginn der Epoche der Religions- und Gewissensfreiheit unter der Demokrat Parti (Demokratische Partei).
  • 1951 (Alter 73): Zweiter, kürzerer Aufenthalt in Eskişehir, ca. 2 Monate.
  • Januar 1952 (Alter 74): Reise nach Istanbul wegen des Prozesses um „Gençlik Rehberi“ (Wegweiser für die Jugend) – 4. Istanbul-Aufenthalt, ca. 3 Monate.
  • 22. Januar 1952 (Alter 74): Erste Gerichtsverhandlung.
  • 5. März 1952 (Alter 74): Freispruch.
  • Mai 1953 (Alter 75): Erneute Ankunft in Istanbul – 5. Istanbul-Aufenthalt, ca. 3 Monate; Feierlichkeiten zur Eroberung Istanbuls; Treffen mit Patriarch Athenagoras.
  • 23. Mai 1956 (Alter 78): Freispruch für die Risale-i Nur im Afyon-Prozess; Rückgabe der beschlagnahmten Werke.
  • 1957–1958 (Alter 79–80): Druck der Risale-i Nur-Werke und der „Tarihçe-i Hayat“ (Lebensgeschichte) im neuen türkischen Alphabet.
  • März 1960 (Alter 82): Reise von Isparta nach Urfa; dort am 23. März 1960 verstorben, am 25. Tag des Ramadan um 3:00 Uhr.
  • 12. Juli 1960: Exhumierung durch die Putschisten vom 27. Mai; Beisetzung an unbekanntem Ort.

Zusammenfassung der Ortswechsel

Die folgende Übersicht fasst die Aufenthalte in Istanbul sowie die Stationen von Kriegsgefangenschaft, Verbannung und Haft zusammen.

OrtZeitraumDauerArt
Istanbul (1.)1907/08kurzReise
Kosturma (Russland)1916–1918ca. 2 Jahre, 4 MonateKriegsgefangenschaft
Istanbul (2.)1918–1922ca. 4 JahreWohnsitz
Istanbul (3.)1922/23kurzZwischenaufenthalt
Van (2.)1923–1925ca. 2 JahreRückzug
Burdur/Isparta1925/26kurzVerbannung
Barla1926–1934ca. 8 JahreExil
Isparta (Stadt)1934ca. 6 MonateHausarrest
Eskişehir (1.)193511 MonateGefängnis
Kastamonu1936–1943ca. 7,5 JahreExil
Denizli1943–1944ca. 9–10 MonateGefängnis
Emirdağ (1.)1944–1947/48ca. 3,5 JahreZwangswohnsitz
Afyon1948–194920 MonateGefängnis
Emirdağ (2.)1949–1951ca. 2 JahreZwangswohnsitz
Eskişehir (2.)1951ca. 2 MonateZwangsaufenthalt
Istanbul (4.)1952ca. 3 MonateProzess
Istanbul (5.)1953ca. 3 MonateProzess
Urfa1960–Tod

Die zwei Aufenthalte in Van

1. Aufenthalt (1896/97–1907, ca. 10 Jahre): Said Nursi lebte zunächst beim Gouverneur (Vali) Hasan Paşa. Ab 1897 wohnte er bei dessen Nachfolger Tahir Paşa, in dessen Residenz und Bibliothek er sich intensiv mit den modernen Wissenschaften beschäftigte. Es war seine produktivste frühe Schaffensphase. Ende 1907 reiste er nach Istanbul, um Sultan Abdülhamid II. sein Universitätsprojekt vorzustellen.

2. Aufenthalt (1923–1925, ca. 2 Jahre): Nach seiner Enttäuschung in Ankara zog er sich nach Van zurück und lebte dort zurückgezogen in der Periode des „Neuen Said“. Nach dem Scheich-Said-Aufstand wurde er 1925 verhaftet und nach Burdur verbannt. Damit endete sein Leben in Van endgültig.

Insgesamt lebte Said Nursi also rund 12 Jahre in zwei Etappen in Van. Dazwischen lagen die Jahre von 1907 bis 1922/23 mit Istanbul, dem Ersten Weltkrieg, der Kriegsgefangenschaft, dem zweiten Istanbul-Aufenthalt und Ankara.

Die Flucht aus der Kriegsgefangenschaft 1918

Seine Fluchtroute von Kosturma zurück nach Istanbul verlief über folgende Stationen:

  1. Kosturma (Russland) – Ausgangspunkt, der Ort seiner Gefangenschaft am Ufer der Wolga.
  2. Petrograd (St. Petersburg) – Er wählte bewusst diesen Weg, obwohl er ihn auf dem Hinweg in die Gefangenschaft nicht benutzt hatte. Dort erlebte er das Chaos der bolschewistischen Revolution.
  3. Warschau – Zwischenstation auf dem Weg nach Westen.
  4. Deutschland – An der deutschen Grenze wurde er von deutschen Soldaten empfangen, die ihn als türkischen Offizier erkannten und respektvoll behandelten. Er blieb etwa zwei Monate in Deutschland.
  5. Wien – nächste Station der Reise.
  6. Sofia (Bulgarien) – Dort erhielt er am 17. Juni 1918 vom Militärattaché einen Passierschein für die Weiterreise nach Istanbul.
  7. Istanbul – Ankunft mit dem Zug am 25. Juni 1918, vermeldet unter anderem in der Zeitung „Tanin“ vom selben Tag.

Seine Gefangenschaft hatte am 19. Februar 1916 begonnen und dauerte mit der Flucht zusammen 2 Jahre, 4 Monate und 4 Tage, bis sie am 25. Juni 1918 mit seiner Ankunft in Istanbul endete. Dieses Datum ist der gesicherte Fixpunkt. Zu einigen Details der Flucht liefern die Quellen dagegen keine genauen Angaben.

Wann begann die Flucht?

Ein exaktes Datum für den Fluchtbeginn aus dem Lager Kosturma ist nicht überliefert. Said Nursi selbst beschreibt nur, dass er sich ohne Russischkenntnisse, allein und zu Fuß auf eine Strecke machte, die normalerweise ein Jahr gedauert hätte, und die gesamte Flucht „in wenigen Monaten“ bewältigte. Andere brauchten dafür Jahre. Da erst die bolschewistische Revolution im November 1917 das nötige Chaos für seine Flucht schuf, dürfte der Fluchtbeginn im Winter 1917/18 oder im frühen Frühjahr 1918 liegen.

Wie lange dauerte die Flucht?

Die Dauer der eigentlichen Fluchtreise lässt sich aus den Quellen nicht genau beziffern. Seine Aussage von „wenigen Monaten“ passt aber zu einem Zeitraum von etwa 3–5 Monaten, wenn man die zwei Monate in Deutschland und die Reisezeit über Petrograd, Warschau, Wien und Sofia bis zur Ankunft in Istanbul zusammenrechnet.

Wo war er in Deutschland?

Die Quellen nennen keine konkrete deutsche Stadt. Es heißt nur, dass er nach der Ankunft an der deutschen Grenze von deutschen Soldaten empfangen wurde, sich als osmanischer Offizier (Ehrenoberst der freiwilligen kurdischen Kavallerie) auswies und dann rund zwei Monate in Deutschland verbrachte. Dort wurde er auch fotografiert und sprach vor deutschen Gelehrten und Intellektuellen.

Wo überquerte er die Grenze?

Auch einen konkreten Grenzübergang nennen die Quellen nicht. Es heißt lediglich, er sei „Leningrad’dan Almanya sınırına“ gekommen, also von Petersburg aus an die deutsche Grenze, und dort von deutschen Soldaten empfangen worden.

Historisch lässt sich das jedoch einordnen. Nach der Reise über Petrograd blieb 1918 praktisch nur eine sinnvolle Eisenbahnroute nach Westen: die Fernbahnverbindung Petrograd – Wilna/Vilnius – Warschau. Diese Strecke lag in dem Gebiet, das Deutschland seit 1915 als „Ober Ost“ bzw. Generalgouvernement Warschau kontrollierte. Der „deutsche Grenzübertritt“ war daher vermutlich kein Übertritt ins Deutsche Reich im engeren Sinne, sondern der Moment, in dem er aus dem noch von den Bolschewiki und Resten der russischen Armee kontrollierten Gebiet in die deutsch besetzte Front- bzw. Etappenzone im heutigen Litauen oder Belarus gelangte – etwa entlang der Bahnlinie Daugavpils/Dünaburg – Wilna oder bei Wilna selbst, wo die deutsche Etappenverwaltung lag.

Diese Einordnung ist eine plausible Rekonstruktion anhand der Frontlage von 1918, keine durch Biografien Said Nursis direkt belegte Ortsangabe.

Fünf Aufenthalte in Istanbul

  1. 1907/08 – Erste Reise nach Istanbul, um dem Sultan sein Universitätsprojekt für Ostanatolien vorzuschlagen (Einweisung in die Toptaşı-Anstalt, kurzzeitige Festnahme).
  2. 1918–1922 – Rückkehr nach der Flucht aus der russischen Kriegsgefangenschaft; Mitglied des Dâr-ül Hikmeti’l-İslâmiye; Aufenthalt während der britischen Besatzung und des Unabhängigkeitskriegs.
  3. 1922/23 (kurz) – Erneuter kurzer Aufenthalt, bevor er über Ankara nach Van weiterzog.
  4. 1952 – ca. 3 Monate wegen des Prozesses um „Gençlik Rehberi“ (Wegweiser für die Jugend).
  5. 1953 – nochmals ca. 3 Monate; Feierlichkeiten zur Eroberung Istanbuls und Treffen mit Patriarch Athenagoras.

Fazit: Ein Leben zwischen Exil und Haft

Zusammengefasst erlebte Said Nursi drei große Gefängnisaufenthalte (Eskişehir 1935, Denizli 1943/44, Afyon 1948/49), mehrere Jahre Zwangsverbannung (Barla, Kastamonu, Emirdağ) und davor die russische Kriegsgefangenschaft. Barla war dabei sein erstes und längstes Exil; dort entstand der Großteil der Risale-i Nur. Seine letzten Lebensjahre verbrachte er zeitweise wieder in Emirdağ und Isparta, bevor er 1960 in Urfa starb.

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Redaktion: Said Nursi Stiftung

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